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Thema:

Wireless LAN
Netzwerke ohne Kabel

Weiterführende Infos finden Sie im IT-Glossar

Gleich drei verschiedene Lösungen buhlen derzeit um den Anwender, damit dieser ohne unnötiges Kabelgewirr ins lokale Netzwerk gelangt: IrDA (Infrarot), Bluetooth und W-LAN.

Welches ist die richtige Technologie für SIE?

Bluetooth
Drucken Daten >30 MB Internet PDA & Handy E-Mail
IrDA
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Wireless LAN
Drucken Daten >30 MB Internet PDA & Handy E-Mail
ungeeignet bedingt geeignet geeignet

Infrarot (IrDA)

Die in vielen Notebooks und Handys integrierte Infrarot-Schnittstelle ist sicherlich die kostengünstigste Variante. Nachrüst-Kits für PCs kosten nicht die Welt und viele Drucker gibt es ab Werk ebenfalls bereits mit Infrarot. Trotzdem ist Infrarot eine vergleichsweise unpraktische Schnittstelle, müssen doch die miteinander kommunizierenden Geräte exakt aufeinander abgestimmt bzw. ausgerichtet sein. Zudem darf sich zwischen den Sende-/Empfangsstellen kein Gegenstand befinden, da dies die notwendige Sichtverbindung verhindern würde. Auch der reichlich geringe Abstand der Geräte zueinander (ca. 50 cm) spricht nicht für Infrarotübertragungen.

Bluetooth (BT)

Wer kennt das nicht, egal ob Handy, Drucker, Notebook, Computer oder PDA, jedes Gerät verfügt über einen eigenen, meist proprietären Anschluss. Dem daraus resultierenden Kabelwirrwarr tritt nun Bluetooth entgegen. Diese drahtlose Kommunikationsmöglichkeit bietet maximal 1 MBit Übertragungskapazität pro Sekunde. Die Technik ist auf einen möglichst geringen Stromverbrauch optimiert. Fast alle Geräte die bei Bluetooth zum Einsatz kommen arbeiten mit Akkus. Dies erklärt, warum Bluetooth möglichst wenig dieser kostbaren Energie verbrauchen darf. Daraus resultiert jedoch auch, dass die Reichweite solcher Geräte kaum weiter als 10 Meter reicht. Gegenüber Infrarot verfügt Bluetooth jedoch über einen entscheidenden Vorteil: Es basiert auf Funk, wodurch es keine Sichtverbindung zwischen den kommunizierenden Geräten bedarf.
Weite Verbreitung findet diese Technologie derzeit noch nicht. Die Kosten für entsprechende Erweiterungen im PC- und Notebook-Bereich belaufen sich derzeit auf 60 bis 250 Euro und sind für die breite Masse nicht unbedingt erschwinglich. Nur wer häufig die verschiedensten Geräte miteinander kabelfrei verbinden möchte, demjenigen kann Bluetooth im Augenblick empfohlen werden. Die erreichbare Flexibilität ist zur Zeit kaum zu übertreffen.

Wireless LAN (WLAN)

Wie Bluetooth arbeitet Wireless LAN im 2,4 Gigahertz-Frequenzband. Theoretisch sind Übertragungsraten von bis zu 54 MBit möglich, wodurch sich dieses Verfahren auch zur Übertragung größerer Datenmengen eignet. Für Handys und PDAs eignet es sich jedoch in keinster Weise, da die Komplexität und vor allem der Energiebedarf der entsprechenden Adapter zu hoch ist. Die erste Generation von WLAN-Geräten erreichten in der Praxis meist nur Durchsatzraten von fünf MBit. Sie konnten sicherlich nicht mit der Geschwindigkeit eines 100 MBit Ethernets konkurrieren, genügten jedoch um größere Datenmengen auf Server zu kopieren, per Standleitung oder DSL im Internet zu surfen oder auch E-Mails mit größeren Anhängen zu versenden. Die aktuelle Geräte-Generation beherrscht mit 54 MBit eine Geschwindigkeit, mit der sich sogar schon Videos vom PC zum Fernseher übertragen lassen.
Die Reichweite in Gebäuden beträgt ca. 30 Meter, wobei die Beschaffenheit der Wände und Decken erheblichen Einfluss auf diesen Reichweitenwert hat. Gipskartons stellen kein Hindernis für die Funkwellen dar. Massive Wände beeinträchtigen die Funkqualität jedoch erheblich. Die relativ große Reichweite stellt jedoch auch ein nicht zu unterschätzendes Sicherheitsproblem dar, denn Wireless LAN kann auch außerhalb von Gebäuden empfangen und somit auch abgehört werden.
Wireless LAN ist für kleinere Büros oder für zu Hause ideal, wenn kabellose Flexibilität gewünscht wird. Mit 1600 Euro gehört der Anschaffungspreis für Access-Point oder DSL-Router und zugehörigen PC-Karten sicherlich nicht in die Kategorie 'Billig' und ist auch nicht preiswerter als eine feste Verkabelung, dafür ist dieses Funknetzwerk jedoch problemlos erweiterbar und kann auch innerhalb kürzester Zeit wieder abgebaut werden. Erreicht die Anzahl der angeschlossenen PCs die permanent große Datenmengen übertragen jedoch die Zahl drei und mehr, dann ist die unter Umständen sogar die aktuelle WLAN-Version zu langsam. Die letzten Jahre haben jedoch gezeigt, das speziell in diesem Bereich die Weiterentwicklung rasant voranschreitet und die nächste höhere Übertragungsrate steht bereits in den Startlöchern.

(c) 1999 - 2004 Borgmann IT Consulting

Stand: 28.10.2004