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Glossar für Wireless LAN  
A
AP Access-Point, auch Basisstation oder Zugangspunkt. Ein Access-Point dient als Brücke zwischen Funk-Clients und einem drahtgebundenen Ethernet. Verfügt der AP zusätzlich über einen DSL-Router, so heißen die Produkte Wireless Gateway oder DSL-AP.
C
Client

Kunde. Ein Netzwerkrechner, der die Dienste von Servern in Anspruch nehmen kann. Die Möglichkeiten eines Clients werden um die des Netzwerkes erheblich erweitert, indem Datenbestände und Peripheriegeräte gemeinsam genutzt werden können.

D
DHCP

Dynamic Host Configuration Protocol. Mit Hilfe dieses Protokolls wird jedem anfragenden Computer im Netzwerk automatisch eine IP-Adresse zugewiesen, unabhängig davon, ob der Client über Funk oder über Kabel angeschlossen ist.

DSL

Digital Subscriber Line. Mit Hilfe von DSL werden Daten mit bis zu acht Megabit pro Sekunde über herkömmliche Zweidraht-Telefonleitungen gesendet und empfangen. Am Übergang zwischen Telefonleitung und LAN befinden sich ein Splitter und ein DSL-Modem.

E
Ethernet

Ethernet Netzwerksystem, als dessen Geburtstag offiziell der 22. Mai 1973 angesehen wird. Die Datengeschwindigkeit des ersten Ethernet-Kontrollers betrug damals 3 Mbps (Millionen Bits pro Sekunde).
Das Ethernet wird weltweit von Herstellerfirmen unterstützt. Es ermöglicht die Kommunikation zwischen fast allen Rechnern und Betriebssystemen. Da diese Technik nun schon seit vielen Jahren im Einsatz ist, kann bei jedem Hersteller auf ein ausgereiftes Produktspektrum zurückgegriffen werden, so dass beim Einsatz von Ethernetprodukten keine unliebsamen Überraschungen mehr entstehen.

Die wichtigsten Parameter des Ethernets sind in folgender Übersicht zusammengefasst:

Topologie Busstruktur, Stern-Busstruktur
Zugriffsmethode CSMA/CD
Übertragungsgeschwindigkeit 10/100/1000 Mbps
Netzkarte Ethernet-Netzwerkkarte
Kabel verschiedene Typen
Norm IEEE 802.3
I
IEEE 802.11b Funkstandard, welcher die Merkmale definiert, die alle 11-Megabit-Wireless-LANs im 2,4 GHz Band mindestens haben müssen. Hierbei handelt es sich beispielsweise um die WEP-Verschlüsselung oder die Bruttodatenraten in Höhe von 1, 2, 5.5 und 11 MBit/s. Basis der Datenübertragung ist das Ethernet-Protokoll, welches auch im herkömmlichen LAN zum Einsatz kommt.

Das IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers) ist eine Organisation von Fachleuten des Ingenieurwesens und der Elektrotechnik. Ende der 70er Jahre wurde dort unter anderem das Projekt 802 mit verschiedenen Arbeitsgruppen gegründet:

802.1 Internetworking 802.7 Breitbandübertragungstechnologie
802.2 Logical Link Control (LLC) 802.8 Glasfaserübertragungstechnologie
802.3 CSMA/CD-Zugriffsverfahren 802.9 Integrierte Sprach- und Datennetze
802.3i Fast Ethernet für Kupfer/Glasfaser 802.10 Netzwerksicherheit
mit 100 Mbit/s 802.11 Drahtlose Netze
802.4 Token Bus-Zugriffsverfahren 802.12 100BaseVG-AnyLAN
802.5 Token Ring Zugriffsverfahren Demand-Priority-Zugriffsverfahren
802.6 Metropolitan Area Network (MAN) 802.30 100BaseT
IP Internet Protocol. Das IP-Protokoll ist der Eckpfeiler der TCP/IP-Architektur. Alle Rechner im Internet verstehen IP. Hauptaufgaben von IP sind die Adressierung von Rechnern und das Fragmentieren von Paketen. IP versucht, Pakete so gut wie möglich dem nächsten Empfänger zuzustellen, garantiert ist die Zustellung allerdings nicht.

IP-Pakete verfügen über einen Protokollkopf, der sicherstellen soll, dass die Pakete korrekt übertragen werden können.

Aufbau des IP-Protokollkopfes (Länge 32 bit):

1 4 8 16   19   24 32
Version Länge Servicetypen Paketlänge
Identifikation   DF MF Fragmentabstand
Lebenszeit Transport Kopfprüfsumme
Senderadresse
Empfängeradresse
Optionen Füllzeichen
IrDA Infrared Data Association. IrDA kümmert sich um Hardware- und Software-Standards für die Infrarot-Datenübertragung. Die Version IrDA 1.0 erlaubt lediglich Transferraten von bis zu 115 KBit/s.
ISP

Internet Service Provider. Anbieter für Internetdienstleistungen, der sowohl Firmen als auch Privatpersonen den Zugang bzw. Anschluss an das Internet ermöglicht.

ISPs sind nicht mit Online-Diensten wie AOL, T-Online und CompuServe zu verwechseln. Diese drei Anbieter verfügen im Gegensatz zu einem normalen ISP über ein eigenes, mit einer speziellen Software bedienbares Netzwerk, zu dem Außenstehende keinen Zugriff haben. Gleichzeitig bieten Online-Dienste jedoch ähnliche Funktionen wie ISPs an (E-Mail, Internetzugang, private und geschäftliche Homepages)

L
LAN Local Area Network. Kabelbasiertes lokales Computernetzwerk. Es unterliegt der Verfügungsgewalt der vernetzten Firma oder Institution.
M
MAC Adresse

Media Access Control Adress. Jede LAN- oder Funk-LAN-Karte hat eine unverwechselbare Ethernet-Hardware-Kennung, die MAC-Adresse. Sie besteht aus zwölf hexadezimalen Zeichen (=48 Bit) und wird schon bei seiner Herstellung in den LAN-Controller eingebrannt. Diese Angabe dient der eindeutigen Identifikation der Karte und somit des Clientrechners im Netzwerk.


Muster einer MAC-Adresse:  00 - 01 - 7A - A0 - AC - 56 

P
P2P Peer-to-Peer. Klasse von Netzen, in denen es keine dedizierten Server gibt, sondern in denen jeder Rechner sowohl Server- als auch Client-Funktionen übernehmen kann. Peer-to-Peer-Netze stellen bei kleinen Installation von bis zu ca. 10 gleichartigen Arbeitsstationen meist eine kostengünstige Alternative zu Server-Betriebssystemen dar. Der Wert 10 ist jedoch stark zu relativieren. Je nachdem wie hoch der durch die Peer-to-Peer-Verbindungen entstehende administrative Aufwand wird, ist u. U. der Einsatz eines dedizierten Servers schon bei 3 bis 4 Arbeitsstationen notwendig.
PPPoE Point-to-Point-Protocol over Ethernet. Eine von mehreren Methoden, über welche die Benutzeranmeldung mit Benutzernamen und Passwort beim ISP erfolgt. Das Ursprüngliche PPP (Point-to-Point-Protocol) wurde für Modem- und ISDN-Einwahlen konzipiert und weiterentwickelt, so dass es auch über die Ethernet-Schnittstelle funktioniert.
Protocol Protokoll. Protokolle regeln die Kommunikation zwischen Rechnern. Sie sind nichts anderes als Verhaltensregeln für die Rechnerkommunikation.
W
WAN Wide Area Network. Großes Fernverkehrsnetzwerk wie zum Beispiel das Telefonnetz oder das Internet. T-DSL ist ein Dienst im WAN-Telefonnetz der Deutschen Telekom.
WEP Wired Equivalent Privacy. Der IEEE 802.11b-Standard schreibt vor, dass die Funkstrecke zwischen Access-Point und WLAN-Client mit statischen 64-Bit-WEP-Keys verschlüsselt werden kann. Viele Hersteller von WLAN-Hardware bieten inzwischen 128 Bit lange Schlüssel (Je höher der Verschlüsselungsalgorithmus, um so höher auch die daraus resultierende Sicherheit).
WiFi Wireless Fidelity. Alle IEEE 802.11b-Geräte, die eine Wi-Fi-Zertifizierung bestanden haben, dürfen das Wi-Fi-Logo tragen. Das Logo soll dem Käufer die Sicherheit geben, dass alle Wireless-LAN-Geräte mit diesem Logo auch tatsächlich über die Luftschnittstelle miteinander kompatibel sind.
WLAN Wireless Local Area Network. Ethernet-LAN, in dem die Clients drahtlos miteinander (Peer-to-Peer-Modus) oder mit einem Access-Point (Infrastruktur-Modus) verbunden sind. Auch Funk-LAN oder Wireless LAN genannt.

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Stand: 29.10.2004